Zur Deckung des künftigen Energiebedarfs fehlen in Deutschland 15 Kraftwerke. Bereits ab 2012 soll es deshalb zu erheblichen Engpässen kommen.
Dies veröffentlicht die Bundesregierung jetzt mit einer Studie der bundeseigenen Energieagentur ENA und zieht daraus den Schluss, dass Verbraucher sich halt auf weiter steigende Energiekosten einstellen müssen.
Dass überhöhte Energiekosten die Auslagerung von Produktion ins (energiekostengüntigere) Ausland bewirken und infolge dessen noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen als es bereits der Fall ist, scheint unserer Regierung angesichts einer solchen Reaktion auf anstehende Probleme egal zu sein.
Was würden Hungernde in Afrika und in vielen anderen Teilen dieser Welt bei dem Gedanken empfinden, dass wir in Deutschland mit Weizen heizen? Nur weil dies inzwischen billiger ist als mit Gas oder Heizöl.
Was würden die Ärmsten dieser Welt von uns denken, wenn sie wüssten, dass wir aus Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Soja so genannte Biokraftstoffe fertigen und in unsere Autos schütten?
Die Preise für Weizen, Mais und Soja haben sich in knapp einem Jahr mehr als verdoppelt. Kein Wunder, denn deren Preise beginnen sich angesichts einer Verwendung als Sprit immer mehr an den Rohölpreisen zu orientieren.
Ausgerechnet die armen Bewohner Mexicos bekommen die Folgen zuerst zu spüren. Ihr Hauptnahrungsmittel, das Maisbrot, ist inzwischen 3-mal so teuer und damit für viele von ihnen unerschwinglich geworden.
Weil Mexicos Maisbauern von der Biospritindustrie besser bezahlt werden als von den einheimischen Nahrungsmittelherstellern, müssen noch mehr Menschen hungern.
Uns allen sollte klar sein, dass auch unser Brot und unsere Frühstücksbrötchen schon in naher Zukunft ein Mehrfaches des heutigen Preises kosten werden.
Mit weiteren Preiserhöhungen, sobald der Erdölpreis steigt. Wahnsinn.
Last not Least - für die Umwelt tun wir mit Biokraftsoffen überhaupt nichts. Im Gegenteil. Allein die zur Produktion eingetzten Düngemittel belasten die Athmosphäre um ein Mehrfaches dessen, als man bei der Verwendung als Bio-Kraftstoff an Schadstoffen eingesparen kann.
Wahnsinn übrigens auch, dass trotz aller Umweltprobleme heute in Deutschland mehr Autos mit über 300 PS produziert und verkauft werden als jemals zuvor.
Deren übermässigen Durst mit Sprit aus Mais und Weizen zu stillen und dies auch noch als Umweltschutzmassnahme darzustellen, grenzt an Hohn.
Anstatt unser täglich Brot zu Biosprit zu verflüssigen, sollten wir vielleicht ganz einfah nur solche Autos fahren, die weniger Sprit verbrauchen.
Diese Entscheidung sollten wir treffen, bevor horrende Brotpreise zum Spritsparen zwingen.
Laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11.02.2008 ist das in etlichen Bundesländern seit einiger Zeit praktizierte Erfassen aller Autokennzeichen verfassungswidrig.
Drei Kläger haben somit einen Teilerfolg errungen. Um nur einen Teilerfolg handelt es sich, da das Bundesverfassungsgericht in halbherziger Weise das Screening zwar für verfassungswidrig erklärt, dieses gleichzeitig aber unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig betrachtet.
Was ist eigentlich Kfz-Screening?
An Strassen und Autobahnen versteckte Automaten scannen pauschal jedes Kfz-Kennzeichen um es an eine Datenbank zu senden. Angeblich erfolgt dies zur Fahndung nach Straftätern.
Dies bedeutet jedoch auch, dass jeder Bürger überwacht und somit pauschal unter Verdacht gestellt wird.
Anhand der mit Screening von Kfz-Kennzeichen gesammelten Daten lassen sich mühelos für jeden Bürger komplexe Bewegungsprofile erstellen.
In Klartext bedeutet dies, ein Überwachungsstaat kann sich ausführlich davon informieren, wann und wohin wir mit dem Auto fahren.
Big Brother folgt uns auf Schritt und Tritt. In Verbindung mit unzähligen Überwachungskameras und der seit Jahresanfang erfolgenden pauschalen Speicherung aller Telefon- und Email-Kontakte lässt sich unser Privatleben bis ins Detail ausspionieren.
Angesichts solcher Möglichkeiten vermag die Stasi-Überwachung des ehemaligen DDR-Regimes nur noch als vergleichsweise harmlos zu erscheinen.
Die uns über Jahrzehnte gepriesenen Persönlichkeitsrechte und freiheitlichen Grundwerte unserer Gesellschaft sind derzeit in grösserer Gefahr, als es allgemein bekannt ist.