Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt nun an, aus der Bundesrupublik Deutschland fortan die Bildungsrepublik Deutschland zu machen.
Damit Deutschland, so Merkel, ein “Hochlohnland” und somit weiterhin “großer Gewinner der Globalisierung” bleiben kann.
Klar, mehr Bildung für alle ist eine gute Sache - aber wie steht es eigentlich um die Bildung unserer Bundeskanzlerin?
Was veranlasst Angela Merkel öffentlich zu behaupten, Deutschland sei “großer Gewinner der Globalisierung”?
Seit Jahrzehnten millionen Arbeitslose, drastischer Stellenabbau infolge Abwanderung der Produktion ins Ausland, zunehmende Verarmung, Kinderarmut, Einsparungen im Gesundheitswesen, leere Rentenkassen, Städte und Gemeinden mit leeren Kassen und eine in Milliardenhöhe verschuldete Hauptstadt, die eigentlich Konkurs anmelden müsste. Wie auch die in für Normalsterbliche unfassbarer Höhe verschuldete Bundesrepublik Deutschland selbst.
Hunderttausende, die in unserem “Hochlohnland” aus Not in 1-Euro-Jobs gezwungen werden und Millionen, die von Hartz 4 und Minimalinkünften aus Teilzeitjobs leben müssen.
Und Lehrer, die nur noch als “Saisonarbeiter” mit Zeitverträgen beschäftigt werden, um sie in den Sommerferien vom Arbeitsamt bezahlen zu lassen.
So sieht es in dem Land aus, das Frau Merkel als großen Gewinner der Globalisierung bezeichnet und nun auch noch zur “Bildungsrepublik” zu machen verspricht.
Angela Merkels Einschätzung der Situation in Deutschland erinnert mich an die nach einem stillen örtchen benannten Parolen eines Erich Honnecker.
Dieser behauptete bekanntlich bis zum Untergang der bankrotten DDR, sie sei die zehntstärkste Industrienation der Welt…
Frau Merkel weckt als Bildungskanzlerin auch Erinnerungen an ihren Vorgänger, der als selbsternannter “Computerkanzler” einem Journalisten nicht einmal den Unterschied zwischen RAM und ROm zu erklären vermochte.
Auch die “Bildungsrepublik” wird sicher nur ein leeres Schlagwort bleiben und weiter Regierungen hervorbringen, die uns mit wenig gebildeten Slogans bei Laune zu halten versuchen…