Mit angeblich durch mentale Kräfte verbogenen Löffeln erregte Uri Geller in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts erhebliches Aufsehen.
Auch weniger Leichtgläubige kamen nicht umhin zuzugeben, dass solche TV-Auftritte zumindest damals als originell und unterhaltsam empfunden wurden.
Die Anfang 2007 gesendete TV-Show “The Next Uri Geller” dagegen war nur peinlich. Ein Sammelsurium von Kandidaten, die dem Fernsehpublikum nichts als billige und leicht durchschaubare Taschenspielertricks präsentierten.
Schlechteres konnte man nicht mehr bieten - so jedenfalls dachte man im Jahr 2007.
Doch heute werden wir eines Besseren belehrt.
Heute erhofft sich Pro7 möglichst viele Zuschauer, nur weil Uri Geller nunmehr mit Aliens in Verbindung zu treten verspricht. Über ein Radioteleskop sollen dessen übersinnliche Botschaften ins All gesendet werden, um die Aliens noch heute Nacht aus der Reserve zu locken.
Vorab daran erinnert, dass Funkwellen allein bis zur nächstgelegenen Galaxie 4 Jahre Zeit benötigen, korrigierte sich Geller, dass seine Botschaften sich auch an auf der Erde lebende Aliens richten.
Warum benötigt Uri Geller überhaupt ein Radioteleskop, wenn er doch übersinnliche Kräfte besitzt?
Die Suche nach intelligentem Leben im All erscheint bei der unendlich scheinenden Grösse des Universums durchaus berechtigt. Uri Geller aber wird solches mit Sicherheit nicht finden. Wie könnte er auch, wenn er in Wahrheit doch lediglich nach Nichtintelligenten auf unserem Planeten sucht.