Anleger, die bei der Aegon Lebensversicherung mit Moneymaxx “clever sparen” und für das Alter vorsorgen wollten, sehen sich derzeit mit einer herben Enttäuschung konfrontiert.
Wer z.B. die letzten 6 Jahre nach dem “Sparkonzept” Moneymaxx sparte, findet heute auf seinem Konto anstelle des in der Werbung dargestellten Gewinns etwa 25 Prozent weniger Guthaben vor, als er eingezahlt hat.
Sparer, die dies monieren, haben nach Ansicht von Moneymaxx Mitarbeiter Dirk Worrmann “überhaupt nichts verstanden”. Seinen Ausführungen zufolge handelt es sich bei den in der Moneymaxx-Werbung dargestelllten Renditen lediglich um Beispiele und Moneymaxx trage keine Verantwortung für die Wertentwicklung von Fondsanteilen.
Letzteres jedoch trifft nur teilweise zu. Wer seinen Sparern von jeder Spareinzahlung stolze 8% “Managementkosten” abzweigt, wird früher oder später Rechenschaft darüber ablegen müssen, warum ein so hochbezahltes “Management” unbeirrt in einen bereits über etliche Jahre kränkelnden Fonds investiert.
Dabei wird auch die Frage zu klären sein, ob solches “Management” die Fondsauswahl etwa eher mit Blick auf geflossene Provisionen, als unter wahrnehmung von Sparerinteressen tätigte.
Bleibt zu hoffen dass genug Geschädigte zusammenfinden, um auf dem Rechtsweg eine Klärung dieser Frage herbeizuführen.
Die Chancen stehen nicht schlecht. Denn wer für “Management” gutes Geld bezahlt, darf auch gutes Management erwarten. Und dieses “Management” hat Aegon entgegen anderslautender eigener Auffassung sehr wohl zu verantworten.