Im Frühjahr dieses Jahres leitete das Bundeskartellamt ein Missbrauchsverfahren gegen ca. 35 Gasversorger ein.
Dies wegen Verdacht auf unzulässige Preisabsprachen zwecks Durchsetzung von unbegründet überhöhten Gaspreisen. Nun hat das Kartellamt dieses Verfahren eingestellt.
Grund der Verfahrenseinstellung: Die 6 grössten Gaslieferanten haben erklärt, dass die für Oktober angekündigten drastischen Preiserhöhungen erst 2 Monate später in Kraft treten.
Na, da kann sich der Verbraucher doch richtig freuen. Was für ein Erfolg unseres Kartellamtes!
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Kartellamt genau so wenig Wert ist, wie ganz aktuell auch die deutsche Bankenaufsicht.
Riesenbörden, die viel Geld verbraten und die ihnen obliegenden Aufgaben nicht erfüllen.
Diese Firmen haben eines gemeinsam: Sie machen satte Gewinne und streichen dennoch einen Arbeitsplatz nach dem anderen.
Nokia erzielte 2007 einen Rekordgewinn von 7 Milliarden. Das aber reicht den Herren nicht. Weitere Gewinne sollen durch Stellenabbau gesichert werden.
BMW ist mit einem Gewinn von 3,7 Milliarden unzufrieden. Streichung von 8.000 Arbeitsplätzen und Verlagerung der Produktion nach USA soll den Gewinn verdoppeln.
Henkel verdiente im vergangenen Jahr immerhin eine knappe Milliarde und beabsichtigt derzeit 3.000 Stellen abzubauen.
Tausende von Menschen sollen sich mit Hartz 4 begnügen, damit Konzerne zusätzliche Milliarden erwirtschaften. Irgendwie klingt das krank und asozial.
Was können wir dagegen tun? Viel. Von solchen Konzernen keine Produkte mehr kaufen.
Die im Durchschnitt auf Neuwagenpreise eingeräumten Rabatte sind im Februar auf 17 Prozent gestiegen, während diese im Januar noch bei 14,5 Prozent lagen.
Vielleicht sollten Autohersteller ihre Preise für deutsche Kunden von Anbeginn auf einer realistischeren Basis festlegen.
Zumal sie ihre Autos z.B. in USA sogar 50 Prozent billiger als in Deutschland anbieten. Beispiel: Opel GT, Deutschland ca. 30.000,- Euro, USA ca. 14.000 Euro